Künstlerin und Ägyptologin
Daniela Rutica ist Künstlerin und Ägyptologin. Sie absolvierte ihr Studium der Ägyptologie, Religionsgeschichte und Grafik & Malerei an der Philipps-Universität Marburg.
In ihrer Magisterarbeit „Das Geburtshaus Kleopatras VII. in Hermonthis“ rekonstruierte sie das Bildprogramm und die Dekoration der - im 19. Jahrhundert zerstörten -Tempelanlage der letzten ägyptischen Königin. Dabei entstand ein Tafelwerk mit präzisen archäologischen Ansichten des Tempels und seines einstigen Reliefschmucks. Neben der Erstellung wissenschaftlicher Zeichnungen, wie z.B. für archäologische Ausgrabungen in Ägypten, beschäftigt sich Daniela Rutica auch in ihren freien Arbeiten schwerpunktmäßig mit dem alten Land am Nil.
Das pharaonische Ägypten mit seiner jahrtausendealten Geschichte ist für sie bereits seit ihrer Kindheit eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration und bildet den thematischen Schwerpunkt ihrer Arbeiten als Malerin und Auftritte als Performance-Künstlerin. Dabei hat sie sich unter anderem auf die Anfertigung großflächiger Raumbemalungen und Bühnenbilder (bis zu 8 m x 3 m) nach dem Vorbild ägyptischer Wandmalerei spezialisiert.
Daniela Ruticas Arbeiten als Malerin spielen mit der symbolhaften Sprache und den Motiven des Alten Ägypten, sowie der östlichen und westlichen Mythologie. Im thematischen Mittelpunkt ihrer Bilder stehen oft allegorisch anmutende Frauengestalten aus Geschichte und Mythologie, wie z.B. Göttinnen, Königinnen und Tänzerinnen.
Das altägyptische Kunstverständnis der Aspektive (absichtlicher und gezielt eingesetzter Verzicht auf perspektivische Darstellung), in seiner magisch-schöpferischen Funktion und dem damit verbundenen strengen Bildaufbau bildet auch das Fundament von Daniela Ruticas Malweise. Dies zeigt sich bereits in der Auswahl der Farben, denn bei Bildern, die streng an historische Vorlagen angelehnt sind, arbeitet sie ausschließlich mit historischen Pigmenten und natürlichen Bindemitteln, während bei freien Arbeiten auch Acryl und Mischtechniken angewendet werden. Der strenge altägyptische Stil, der bereits die Art- Deko Künstler Ende des 19. Jahrhunderts faszinierte, wird auch in Daniela Ruticas Bildern gerne mit Elementen aus dem Jugendstil kombiniert und gewinnt dadurch an naturalistischem, ornamentalem und poetischem Charakter, wobei ein archaischer Ausdruck erhalten bleibt.
Daniela Rutica ist Gründungsmitglied des Art-of-KaRa Projektes, das sich seit 2005 mit der Inszenierung des pharaonischen Ägypten beschäftigt. In diesem Zusammenhang erarbeitet, plant und gestaltet sie gemeinsam mit Veranstaltern Konzepte zur Inszenierung thematischer Events, Projektwochen und Theaterstücke zum Thema Ägypten. Nicht selten ist sie dabei selbst als Walk-Act im Kostüm einer ägyptischen Königin, Priesterin oder Schreiberin zugegen, denn auch die Planung und Entwicklung von Kostümen, Perücken und Assesoires zählt zu ihrem künstlerischen Repertoire.